BIB - BANK IM BISTUM ESSEN eG
Genossenschaftliche Sonderinstitute positionieren sich:
Rüstung ist notwendig, aber nicht nachhaltig
Die geopolitische Lage zwingt Wirtschaft, Politik und Finanzmarktakteure dazu, die Finanzierung von Rüstungsgütern strategisch neu zu bewerten. Verteidigungsfähigkeit und Wehrhaftigkeit müssen gewährleistet sein bzw. werden. Dass damit zwangsläufig eine uneingeschränkte Aufnahme von Rüstungskonzernen in nachhaltige Finanzprodukte verbunden sein sollte, sieht eine Gruppe von Sonderinstituten innerhalb des Genossenschaftsverbundes kritisch. In einem gemeinsam ausgearbeiteten Papier positionieren sie sich nun ausdrücklich gegen die Aufweichung der Kriterien bei nachhaltig deklarierten Produkte.
Damit stellen sich die unterzeichnenden Institute klar gegen die mittlerweile gültige Vorgabe der Deutschen Kreditwirtschaft, die es Banken erlaubt, Rüstungsunternehmen umsatzunabhängig als nachhaltige Investments zu deklarieren. Die Gründe der ethisch-nachhaltig agierenden Banken sind dabei vielfältig. Zum Beispiel widersprechen Sie dem Argument der Rüstungsindustrie, dass Rüstungs- und Waffenproduktion unabdingbar für die soziale Nachhaltigkeit seien. Denn Investitionen in Rüstung tragen nicht ausschließlich zu Verteidigung und Sicherheit bei, sondern ermöglichen auch bewaffnete Konflikte in aller Welt. Darüber hinaus steht den Unternehmen der Markt nicht-nachhaltiger, konventioneller Finanzprodukte weiterhin uneingeschränkt offen und bietet attraktive Rahmenbedingungen für Unternehmen und Anleger.
Auch das FNG unterstützt die Position der Banken und ist Mitunterzeichner. Das gesamte Positionspapier können Sie einsehen: https://www.forumng.org/fileadmin/Dokumente/Politik/Positionen/Positionspapier_Ruestung_nicht_nachhaltig_Sonderinstitute_final.pdf
Die BIB – BANK IM BISTUM ESSEN eG ist eine genossenschaftliche Spezialbank, die sich christlichen Werten verpflichtet fühlt und als ein Vorreiter des FAIR BANKING gilt. Daher können alle Kunden werden, die ihr Geld wertegebunden anlegen möchten. Zu den Mitgliedern der BIB zählen neben Privatkunden Einrichtungen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen, Stiftungen und Unternehmen aus dem Wohnungsbau und erneuerbaren Energien. Darüber hinaus erhalten jährlich 120.000 Menschen aus rund 30 Ländern Kleinstkredite aus den Mitteln der BIB-Mikrofinanzfonds. Diese Kredite ermöglichen es nicht nur den KreditnehmerInnen, am wirtschaftlichen Leben teilzuhaben, sondern stärken auch ihre Familien. Mehr Informationen unter: www.bibessen.de