Nachhaltige Geldanlagen und ein nachhaltigeres Finanzsystem tragen dazu bei, die SDGs und die Pariser Klimaziele zu erreichen und bestehende und zukünftige Risiken für Lebensräume, die Artenvielfalt, unsere Gesellschaft und das Funktionieren unserer Volkswirtschaften zu mindern.

Zunehmend öffnen sich die Märkte auch privaten Anlegern, die nachhaltige und verantwortliche Finanzprodukte verstärkt nachfragen. Nachhaltige und verantwortliche Geldanlagen sind kein vorübergehendes Modethema, sondern werden zunehmend im Mainstream verankert.


Marktanteil nachhaltiger Fonds und Mandate am Gesamtmarkt
(in Prozent)

Dass Nachhaltige Geldanlagen immer beliebter werden, verdeutlicht die positive Entwicklung der Marktanteile nachhaltiger Fonds und Mandate am Gesamtmarkt.

Ein direkter Vergleich der Marktanteile und Fondsvolumen eignet sich jedoch nicht, da in der Erhebung des Schweizer Marktes eine abweichende Methodik angewandt wurde.


Nachhaltige Anlagestrategien in Deutschland, Österreich und Schweiz
(in Prozent, gemessen am Gesamtvolumen Fonds und Mandate)

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Ein Blick auf die angewandten Anlagestrategien zeigt, dass besonders der deutsche und österreichische Fondsmarkt Ähnlichkeiten in der Umsetzung nachhaltiger Fondsprodukte aufweisen.

Beide Nachbarn werden bei über 98 Prozent aller nachhaltigen Investments Ausschlusskriterien angewandt. In der Schweiz hingegen sind Ausschlüsse keine allumfassende Anlagestrategie.

Lediglich 64 Prozent der nachhaltigen Fonds und Mandate wenden Ausschlusskriterien an. ESG-Integration ist in der Schweiz die am weitesten verbreitete Anlagestrategie und gilt für knapp 70 Prozent, in Deutschland gilt ESG-Integration für 79 Prozent und in Österreich für nur 42 Prozent der nachhaltigen Fonds und Mandate.


Die Top Five der Ausschlusskriterien in Deutschland, Österreich und der Schweiz 2019
(in Prozent, gemessen am Gesamtvolumen Fonds und Mandate)

Die Grafik zeigt die Top-Five der Ausschlusskriterien in Deutschland, Österreich und der Schweiz in Relation zu allen nachhaltigen Fonds und Mandaten.

So zeigt sich, dass lediglich bei 15 Prozent aller Fonds und Mandate in der Schweiz Investments mit Kontroversen im Bereich der Arbeitsrechtsverletzungen kategorisch ausgeschlossen werden.

Im Vergleich: Sowohl in Österreich als auch in Deutschland wurden über 80 Prozent aller Volumen nachhaltiger Fonds- und Mandate im Hinblick auf Arbeitsrechtsverletzungen geprüft.


Die Verteilung der Anlegertypen in Deutschland, Österreich und der Schweiz 2019 und 2018
(in Prozent)

Die Schweiz zeichnet sich seinen deutschsprachigen Nachbarn gegenüber vor allem durch einen hohen Anteil an Privatkunden in diesem Bereich aus.

Der Vorjahresvergleich zeigt, dass im letzten Jahr die privaten Anleger in allen drei Ländern zugelegt haben.