Die wachsende Bedeutung nachhaltiger Anlagen erfordert innovative Denkansätze und robustere Anlagetools. Standard-ESG-Ratings, subjektive Werturteile und ungenaue Faustregeln müssen durch neue und belastbarere Lösungen ersetzt werden, die die Aspekte der Nachhaltigkeit von Unternehmen und Portfolios umfassend und objektiv definieren und bewerten. Schroders hat in den vergangenen Jahren viel in diesen Bereich investiert, um Analysten, Fondsmanagern und Kunden zu helfen, sich in einer immer komplexeren Welt zurechtzufinden. Das intern entwickelte SustainEx-Modell liefert eine ökonomisch fundierte Kennzahl für den gesellschaftlichen Impact von Kundenportfolios. Dies ist ein wichtiger Meilenstein hin zu unserem strategischen Ziel, bis Ende 2020 eine vollständige ESG-Integration über alle Investment Desks hinweg zu erreichen.

Unternehmen agieren nicht im luftleeren Raum. Sie sind – genau wie Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten und der Gesetzgeber – Teil der Gesellschaft. Dabei stiften sie zweifelsohne Nutzen. Gleichzeitig bürdet ihr Handeln der Gesellschaft Kosten auf. Beide Aspekte wurden lange Zeit in den Bilanzen außer Acht gelassen. Die Unternehmen konnten sich weitgehend auf die Maximierung der laufenden Gewinne konzentrieren, ohne sich zu sehr um den sozialen und ökologischen Impact ihrer Tätigkeit an anderer Stelle in der Gesellschaft sorgen zu müssen.

Nicht nur aufgrund des Drucks in der Öffentlichkeit ändert sich dies zusehends. Unternehmen müssen gesellschaftliche Kosten zunehmend selbst tragen. Mindestlohnvorschriften, Steuern auf stark zuckerhaltige Lebensmittel, Glücksspielbeschränkungen, CO2-Preise sind dabei nur einige Beispiele. Diese branchen- und länderübergreifende Veränderung stellt etablierte Geschäftsprinzipien infrage, bringt erhebliche Risiken für die Wettbewerbsposition mit sich und gestaltet Branchen und Märkte neu.

SustainEx quantifiziert Kosten und den Nutzen eines Unternehmens für die Gesellschaft…

Daher ist es wichtiger denn je, dass Investoren den gesellschaftlichen „Fußabdruck“ von Unternehmen und Portfolios berücksichtigen und sich nicht nur auf traditionelle finanzielle Kennzahlen und herkömmliche, oft ungenaue ESG-Ratings verlassen. Die Art und Weise, wie Unternehmen Geld verdienen, ist genauso wichtig wie der Gewinn selbst. Unser 21-köpfiges Nachhaltigkeitsteam hat das Analysetool SustainEx entwickelt, um einen objektiven Überblick über die Bedrohungen und Chancen zu geben, denen Unternehmen ausgesetzt sind.

Die Kennzahl ist über Unternehmen, Fonds und Indizes hinweg vergleichbar. Dabei untersuchen wir die positiven und negativen Auswirkungen von mittlerweile mehr als 10.0000 Unternehmen unter 47 sozialen und ökologischen Gesichtspunkten, die unser Research auf Basis von wissenschaftlichen Studien identifiziert hat. Die Analyse liefert eine Übersicht der stärksten und schwächsten Regionen, Sektoren und Unternehmen und hebt die Bereiche hervor, die gemessen am Umsatz die größten Beiträge leisten (Wasser, Biotech & Pharma) sowie die meisten Kosten (Glücksspiel & Alkohol) verursachen. Dadurch erhalten Anleger einen alternativen Blickwinkel auf ihre Investments. Somit  werden nicht nur die Erträge beleuchtet, die heute erwirtschaftet werden, sondern auch die zukünftigen Chancen und Risiken aufgezeigt.

…und die Auswirkung dieser Kosten oder Nutzen auf die Rentabilität

Die 4,1 Billionen US-Dollar, die börsennotierte Unternehmen für ihre Aktionäre pro Jahr erwirtschaften, würden um 55 % auf 1,9 Billionen US-Dollar sinken, wenn alle sozialen Auswirkungen, die unser Research identifiziert, als finanzielle Kosten angesetzt würden. Ein Drittel der Unternehmen würde Verluste machen. Das Risiko für Unternehmensgewinne und Wettbewerbspositionen ist also offensichtlich, genau wie die Folgen für unsere konkreten Anlageentscheidungen. SustainEx kann einen wertvollen Beitrag dazu leisten, dass all unsere Portfolios nachhaltiger ausgerichtet werden.

Weitere Informationen zu unseren Nachhaltigkeitsansätzen und -modellen finden Sie auf unserer Website unter schroders.de/nachhaltigkeit.

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